Streetbolzer e.V.

Kassel, mein Bolzplatz!
Der Verein Streetbolzer begreift Fußballspielen als gemeinschaftliches Ereignis, bei dem junge Menschen unterschiedlichster sozialer Milieus aufeinandertreffen und über die Stadtteile zueinander finden. Da aber viele (oftmals benachteiligte) Kinder und Jugendliche ihre Viertel in der Regel eher selten verlassen, bestehen häufig nur wenige Kontakte über die jeweiligen Gruppen und Stadtteilgrenzen hinaus.

Diesem Umstand wirkt Streetbolzer entgegen, indem sie ehrenamtlich jährlich ca. 20 Straßenfußballturniere mit bis zu 100 Teilnehmer*innen (darunter eine Vielzahl an jungen Geflüchteten) ausrichten und so die stadtweiten Bolzplätze vernetzen. Unter Berücksichtigung spezieller Fairplay-Regeln übernehmen die jungen Straßenfußballer*innen so Eigenverantwortung, setzen sich mit Gleichaltrigen auseinander, bauen Vorurteile ab und lernen, bei Konflikten zu vermitteln und diese friedlich und gewaltfrei zu lösen.

Das Projekt "Kassel, mein Bolzplatz!" befasst sich mit dem Interesse an jugendlichen Lebenswelten und der Ermutigung bzw. Unterstützung an deren Darstellung - dies ist der Sockel, auf dem das Projekt fußt und auf das es zugleich abzielt. Bolzplätze sind nicht bloß Orte des sportlichen Kräftemessens, sondern gleichermaßen auch Orte der Aneignung, an denen Begegnungen stattfinden und die ganz eigene Charakteristika aufweisen.

 

Somit werden die Bolzplätze, die einen bedeutsamen Anteil der jugendlichen Lebenswelten einnehmen, portraitiert - und zwar aus der Perspektive der Jugendlichen: Sie erzählen ihre Bolzplatzgeschichten.


Arbeiten, die bei unseren Kunstausstellungen präsentiert wurden: